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Das Geviert

Quadrat, Masseinheit

Willkommen in der Welt der Typografie, in der jedes Detail von Bedeutung ist – auch das Geviert. Aber was genau verbirgt sich hinter diesem Begriff? Lassen Sie uns gemeinsam eintauchen und das Geviert, eine relative Masseinheit in der Typografie, genauer betrachten. Von seiner historischen Herkunft bis hin zu seiner modernen Anwendung im Web Publishing werden wir alles erkunden.

Das Geviert ist eine relative Masseinheit, die in der Typografie eine Vielzahl von Anwendungen hat. Primär wird es zur Bemessung von Abständen wie Wortzwischenräumen, zeilenbasierten Leerräumen in fortlaufenden Texten und Strichen verwendet. Es dient auch als Mass für das Kerning, die Schriftlaufweite und den Optischen Schriftweitenausgleich (OSW) und ist im Web Publishing als Einheit (em) für die relative Grösse einer Schrift gebräuchlich.

Der Begriff «Geviert» stammt aus der Mathematik des 16. Jahrhunderts und bezeichnet ein Rechteck, Quadrat oder Viereck. In der Typografie bezieht sich Geviert ausschließlich auf die Bezugspunkte innerhalb eines “quadratischen Raums”, also innerhalb eines Vierecks mit vier rechten Winkeln und vier gleichen Seiten.

Ein Geviert ergibt sich beispielsweise aus dem Schriftgrad eines Buchstabens, der von der Höhe auf die Breite «umgelegt» wird. Dabei ist wichtig, welches Verfahren für das Messen eines Schriftgrades angewendet wird, ob Majuskelhöhe oder hp-Vertikalhöhe mit oder ohne Fleisch.

Im Bleisatz wurden insbesondere Blindmaterial und Strichlängen in ganzen und geteilten Gevierten gemessen und auf den Typografischen Punkt abgestimmt. Im Fotosatz wurde das Geviertsystem übernommen, jedoch in etwas abgewandelter Form, und auch im Desktop Publishing spielt das Geviert eine wichtige Rolle, obwohl die Schriftgrade relativ sind und keine einheitlichen Bemessungsgrundlagen existieren.

Im Web Publishing wird das Geviert (em) zur Bestimmung von Schriftgrössen und Abständen verwendet, wobei 1em hundert Prozent der geerbten Grösse entspricht. Trotz seiner scheinbaren Präzision bleibt das Geviert im Ergebnis dennoch extrem ungenau, da viele Faktoren die Darstellung beeinflussen.

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